Stadtrand

Betrug in Uniform

Stadtleben | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

Eine Leserin hat uns darauf aufmerksam gemacht - und wir finden's echt arg: Frau K. besuchte ein immer noch sehr angesagtes Naschmarktlokal, als sich zwei Damen in schmutzigen, aber halt rot-weißen Uniformen als Mitarbeiterinnen des Roten Kreuzes vorstellten. Sie würden Geld sammeln für eine bedürftige Wiener Familie, deren Vater bei einem Unfall tödlich verunglückt sei. Dann ließen die Uniformierten einen schwarzen Beutel (!) als Sammelbehälter durchs Lokal gehen, und die Gäste spendeten fleißig, sogar Scheine. Derartige Sammlungen für den guten Zweck sind beim Roten Kreuz nicht üblich, aber offenbar waren die Sammeldamen glaubwürdig. Was uns zur Frage bringt: Betrügt man jetzt in Uniform? Und was kann man, derart mit Respektklamotten ausgestattet, in Arbeits-und Dienstbekleidung noch so alles anstellen? Tickets kontrollieren und Schwarzfahrer abkassieren? Alkoholkontrollen und Notoperationen durchführen? Abkassieren im Schanigarten und Gaszähler ablesen? Vielleicht sollte man sich einfach öfter die Dienstausweise zeigen lassen (und sie auch genau anschauen). Als Prinzip, nicht als Schikane. C. W.


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