Zuckerlrosa Welt

Stadtleben | Heike Hausensteiner | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

ALLTAGSKULTUR Die Wiener Kaffeekonditoreikette Aida ist eine Institution. Nun wird der Familienbetrieb sanft modernisiert - und steht vor dem Sprung ins Ausland.

Grüß Gott." - "Grüß Gott. Ham S' Ihre Brille gfunden?" - "Nein. Ich hab mir a neue kauft." Der Herr, um die siebzig, gelber Schal und dicke Hornbrille, ist offensichtlich Stammgast. Frau Monika weiß Bescheid und serviert ritualgemäß den großen Braunen. Für den Mops Oskar gibt's Kuchenstücke. Keine zehn Minuten dauert die Kaffeepause. Dann machen sich Oskar und sein Herrl wieder auf den Weg. "Die Susi hat's schon eingepackt", reicht man dem distinguierten Pensionisten die Mehlspeise prompt über das Verkaufspult. Hier in der Aida-Filiale in der Porzellangasse, unweit der Wirtschaftsuni, sind auch jüngere und zeitunglesende Gäste anzutreffen. Die bestellen sogar Bier, nicht nur Melange.

Anders im ersten Bezirk, in der Rotenturmstraße: Die kleinste Aida-Filiale der Stadt ist das verlängerte Wohnzimmer der vornehmlich älteren


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