Mitten im Dritten

Stadtleben | Martina Stemmer | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

VERKEHR Jetzt geht's lohos: Der neue Bahnhof Wien Mitte kann endlich gebaut werden - zumindest ein Teil davon.

Dem blauen Kasten geht es bald an den Kragen. Im Herbst soll der mit der Aura eines DDR-Palastes ausgestattete, leerstehende Bürokomplex über der Bahnhofshalle in Wien Mitte abgerissen werden. Keinen Tag zu früh, denn seit am Praterstern fleißig an einem schönen neuen Bahnhof gearbeitet wird, ist Wien Mitte der deprimierendste Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Umbaupläne gibt es für die zentrumsnahe U-und Schnellbahnstation ja schon lange, die Umsetzung war allerdings etwas schwierig: Der erste Entwurf sah eine Überbauung mit drei bis zu 97 Meter hohen Türmen vor - was nicht nur das Blut von Oppositionspolitikern und Stadtbildschützern in Wallung brachte, sondern auch vielen Anrainern ein Dorn im Auge war. Als dann 2001 wegen der Wolkenkratzer auch noch der Titel "Weltkulturerbe" für die Innenstadt auf dem Spiel stand, mottete der Bauträger B.A.I., der zur Bank Austria


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