Die 1000 Salate Samarkands


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 10/07 vom 07.03.2007

NEUES LOKAL Wie isst man in den jüdischen Gemeinden Usbekistans? Eine Frage, die im Simchas überaus erfreulich beantwortet wird.

Bucharische Küche? Nie gehört, wo ist leicht Bucharien? Nirgendwo, aber Wikipedia klärt auf, dass es sich bei bucharischen Juden um jene Mizrahim - orientalische Juden - handelt, die sich im Zuge der Diaspora in Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisistan ansiedelten.

Sarit Natanov kommt aus Samarkand (klingt irgendwie nach André Heller) und führt in Wien schon seit einigen Jahren ein Cateringunternehmen, das sich auf jüdische Festivitäten im eher großen Rahmen spezialisiert hat. Seine Frau kenne die Rezepte von tausend Salaten, sagt er, und könne für tausend Gäste kochen. Was zwar nach typisch orientalischer Übertreibung klingt, zumindest im zweiten Fall aber durch Referenzen belegbar ist, und die erste Behauptung kann man mit ein bisschen Zeit selbst überprüfen. Nämlich im Restaurant Simchas, das Natanov seit etwa acht Monaten in der Taborstraße

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