"Das Ethnogeschrei sein lassen"

Politik | Donja Noormofidi | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

LITERATUR Der türkisch-deutsche Schriftsteller Feridun Zaimoglu spricht über das Leben als Kanake und erklärt, warum sich Jugendliche der zweiten und dritten Generation wieder dem Glauben zuwenden.

Feridun Zaimoglu ist oft unterwegs und sehr beschäftigt. "Der Alltag langweilt mich", erklärt er im Interview, das per Telefon stattfindet. Der deutsch-türkische Autor ist gerade auf dem Rückweg von Berlin, wo seine Version von Romeo und Julia uraufgeführt wurde - Romeo ist darin ein türkischer Muslim, Julia eine deutsche Christin. Zaimoglu war sechs Monate alt, als er mit seinen Eltern nach Deutschland zog, in Kiel studierte er Medizin und Kunst. Für sein erstes Werk "Kanak Sprak" befragte er Einwandererkinder aus der zweiten und dritten Generation, sein zweites Buch "Abschaum" befasst sich mit dem selben Thema und wurde unter dem Titel "Kanak Attack" verfilmt. Dieser Slogan drückt auch ein neues Selbstverständnis der Einwandererkinder aus, antirassistische Initiativen in deutschen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige