Nah am Leben

Kultur | Sabine Perthold | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

ERÖFFNUNGSFILM Sabine Derflinger hat sich mit aufrüttelnden Dokumentarfilmen einen Namen gemacht. Die Diagonale zeigt ihren neuen Spielfilm "42 plus".

Sabine Derflingers neuester Spielfilm "42 plus" ist ein modernes Drama über Menschen, die in der Mitte ihres Lebens entdecken, dass sie sich in einem veritablen Dilemma befinden. Just im Urlaub am Meer drängt sich der Protagonistin, einer attraktiven und beruflich erfolgreichen Medienfrau, die Frage nach dem Sinn des Lebens auf. "Dabei wird klar", so Derflinger, "dass für Männer die Liebe ein Spiel und für Frauen das Spiel eine Liebesangelegenheit ist".

Beim Schreiben hat Derflinger gern ein Vis-à-vis, weil sie Filmemachen als "dialogischen Schöpfungsprozess" begreift. Für "42 plus" hat sie sich den dänischen Drehbuchautor Mogens Rukov aus der Dogma-Gruppe als Co-Autor ausgewählt. Sie hat ihm das Treatment geschickt, wodurch sich ein reger Austausch entspann: Sie schrieb und blieb nah an ihrem Stoff, ihr männlicher Widerpart gab


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