Verschachtelte Gefühle

Maria Motter | Kultur | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

KURZFILM Marie Kreutzer fängt mit Bildern Gefühle ein. Mit "White Box" ist die Grazer Regisseurin zum dritten Mal auf der Diagonale zu Gast.

Weiße Schachteln stapeln sich am Schreibtisch. Eine junge Frau nimmt eine Box von einem Mann entgegen, verlässt die Wohnung. Kaum ist sie aus dem Haus, hebt sie den Deckel der Schachtel.

Die Regisseurin dieser Szene, Marie Kreutzer, wird demnächst auch Kartons tragen: Sie übersiedelt von Graz nach Wien. Das ständige Pendeln zwischen Wohnort und Arbeitsplatz raubt zu viel Energie. 2001 lief Kreutzers erster Kurzfilm "Cappy Leit" auf der Diagonale, 2003 folgte "Un peu beaucoup". In beiden erzählt die Grazerin von starken Gefühlen, vom Verliebtsein einer 14-Jährigen in den eigenen Bruder etwa, ohne dabei in Klischees zu tappen oder mit dem visuellen Finger auf die Figuren zu zeigen. In exakten Bildern fängt sie über Blicke und Gesten Gefühlswelten ein, für deren Verständnis sie keine langen Dialoge braucht. "Eine Atmosphäre zu erzeugen ist

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