Diven im Dunkeln

Kultur | Maria Motter | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

KINO Horst M. Krenn hat seine Arbeit gut gemacht, wenn er erst gar nicht auffällt. Seit 15 Jahren ist er im Rechbauerkino für die "gute Projektion" verantwortlich.

Eingriffe im Lampenhaus der Projektoren sind die gefährlichste Arbeit: Nur mit Schutzbrille und Handschuhen kann Horst M. Krenn die Lampen wechseln. Vorsichtig, denn die Kolben könnten explodieren. Zwischen den 55 Jahre alten Bauer-Projektoren hat der Filmvorführer in den letzten fünfzehn Jahren Hunderte Stunden im Rechbauerkino verbracht. Der Job ist in den letzten Jahren nicht einfacher geworden. "Heute muss man nicht bloß mit Mechanik und Optik umgehen können, sondern ein Computertechniker und Elektroniker sein", erklärt er.

Die vermeintliche lila Mikrowelle neben den großen, alten Maschinen ist ein Server aus Hongkong mit 1,3 Terabyte Speicherplatz. Seit fünf Jahren arbeitet Filmvorführer Krenn auch mit digitaler Kinotechnologie. In einigen Bundesländern wie Wien muss man staatlich geprüfter Filmvorführer sein,


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