Kunst Kurz

Kultur | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

In das Programm des Steirischen Herbsts werden seit vergangenem Jahr nicht mehr alle Galerien aufgenommen. Also verstehen sich die unter dem Titel "Aktuelle Kunst in Graz" (vom 16. bis 18. 3., Termine im Programm) stattfindenden Galerientage nunmehr laut Projektleiterin Tanja Gassler als bewusstes Gegengewicht zu strenger Kuratiertem. In der planenden Aktionsgemeinschaft käme man ohnehin auf keinen grünen Zweig, welcher Inhalt denn am besten über den Ausstellungsreigen gestülpt werden könnte. Lange hat sie mit sich selbst gerungen, ehe ihr die für die Galerientage typische ungefilterte Vielfalt spannend erschien. Mittlerweile weiß sie aber einen "aufklärerischen Anspruch" daraus abzuleiten, wenn man "die Kunstszene zeigt, wie sie ist, als solche der Kritik aussetzt und dem Besucher die Auswahl überlässt". Er ist dabei auch nicht ganz auf sich gestellt. Denn "Aktuelle Kunst" wird künftig nicht mehr als reiner Eröffnungsparcours ablaufen. Viel stärker als zuvor setzt man auf Vermittlung: in Künstlergesprächen, Kuratoren-und Kunstkritikerführungen. Und am ersten Tag sind alle Ausstellungen bei freiem Eintritt zu besuchen.


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