"Und daneben stirbt Mimì"

Kultur | Clara Pfaller Und Thomas Wolkinger | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

OPER Peter Konwitschny kommt mit seiner explosiven Inszenierung des "Fliegenden Holländers" zurück nach Graz. Ein Gespräch über die asoziale Operngesellschaft, den Opernball und das Sprengen von Opernhäusern.

Abgehackte Köpfe, niedergebrannte Opernhäuser - bei Peter Konwitschny muss man auf alles gefasst sein. Vor allem darauf, dass man die Geschichte, die gerade erzählt wird, unmittelbar spürt. In Graz hat er selbst Geschichte geschrieben: Sein "Falstaff" brachte dem Haus 2001 den Titel "Opernhaus des Jahres" ein. Auszeichnungen sind bei Konwitschny sowieso fast Programm: Dreimal "Regisseur des Jahres", Berliner Theaterpreis, und nächste Woche wird ihm für seine "konsequent gegenwärtigen Opernarbeiten" der Preis zum Welttheatertag 2007 verliehen. Auch seine Lesart von Richard Wagners "Fliegendem Holländer", die bereits in Moskau und München begeistert hat, ist keine leichte Kost. Vor allem das Ende, das der Regisseur erdacht hat, birgt jede Menge Sprengstoff: Nachdem der Holländer


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