Europa feiert. Aber was?


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Von den Römischen Verträgen zur neuesten Klimawende - wozu brauchen wir Europa wirklich?

Europa feiert sich selber. Der Hohn der Kommentatoren wird sich mit dem falschen Pathos der Feiertagsredner mischen. 50 Jahre Römer Verträge, Gründung der EG, na und? Was haben wir davon? Ganz einfach: in unseren politischen Alltag hat sich so etwas wie der europäische Vergleich eingeschlichen. Es gibt nicht nur eine zusätzliche rechtliche Ebene, langsam sickert durch, dass wir mit Europa politisch einiges gemeinsam haben. Die EU hat als Veranstaltung der gemeinsamen Wirtschaft begonnen, und sie hat sich vor allem als Wegbereiterin der Deregulierung und des freien Markts benommen. Ungeachtet dessen echauffierte man sich hierzulande stets über genormte Gurkenkrümmungen, festgelegte Traktorsitze. und, eh klar, die Brüsseler Bürokraten. Ob die EU je noch zu einer politischen Veranstaltung würde, war zu bezweifeln. Sie hat es verpasst, sich eine Verfassung zu verpassen.

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