Dolm der Woche

M. Bartenstein

Politik | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

Martin Bartenstein hätte wohl nie gedacht, dass er einmal Hero im Falter würde. Wir, ehrlich gesagt, auch nicht - bis zu Bartensteins Interview am Samstag im Standard. Der bislang nicht für progressive Positionen bekannte ÖVP-Wirtschaftsminister äußert urplötzlich grundvernünftige Ansichten, die sich vom weltfremden Eine-Mutter-muss-beim-Kind-bleiben-Gerede in konservativen Kreisen abheben. "Jedes Kind bis zehn Jahre soll einen Anspruch auf einen ganztägigen Betreuungsplatz haben", fordert Bartenstein, damit Frauen mit Nachwuchs im Berufsleben nicht benachteiligt sind. Obendrein hat der Steirer erkannt, dass sein Kollege Josef Pröll auf dem Holzweg ist, wenn er daheim bleibenden Müttern und Vätern ein Elterngeld zahlen will: "Wir haben die dritthöchste Familienförderung in Europa und trotzdem eine niedrige Geburtenrate." Jetzt wartet auf Bartenstein viel Überzeugungsarbeit - vor allem in der eigenen Partei.


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