"Fuck off, RAF"

Politik | Robert Misik | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

RAF Die Wiener Kunsthalle liefert mit Hans-Peter Feldmanns "Die Toten" ihren Beitrag zur neuaufgelegten Debatte über die Rote Armee Fraktion - einem Faszinosum, das nicht vergehen will.

Hamburg, frühe Siebzigerjahre. Eine junge Frau, tief in Schwarz gekleidet. Jeden Nachmittag ging sie von der U-Bahn-Station am Fußballplatz vorbei, der Kopf stets leicht gesenkt. Und immer, wenn die Trauernde vorbeikam, wurden die Jungs am Bolzplatz merkbar stiller, berichtete unlängst einer der jungen Kicker. "Schwarz stand für den Tod." Irgendwann fragte einer der Burschen daheim, was es mit der jungen Frau denn auf sich hatte. "Ihr Mann, erschossen, von Terroristen", war die Antwort. Der Polizist Norbert Schmid war von RAF-Leuten bei einer Personenkontrolle einfach abgeknallt worden. Last Exit Gerichtsmedizin. Auf neunzig Bildern zeigt Hans-Peter Feldmann "Die Toten". Die Toten von Studentenbewegung, eskalierendem linkem Terrorismus bis zum Ende der Roten Armee Fraktion. Ab Freitag ist Feldmanns Präsentation


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