"Ich bin kein Dominator"

Medien | Nina Horaczek Und Gerald John | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

ORF Chefredakteur Karl Amon über frustrierte Anti-Mück-Rebellen, Frauenfeindlichkeit im ORF, sein großes Vorbild BBC und den Grund, warum er kein Revolutionär ist.

Es war ein schweres Erbe, das Karl Amon im Jänner antrat: Der neue Generaldirektor Alexander Wrabetz machte den 57-Jährigen zum Nachfolger des berüchtigten Chefredakteurs Werner Mück, der seinen Gegnern als Verkörperung des von der einstigen Kanzlerpartei ÖVP gelenkten ORF galt. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen in Amon, der sich bei Ö1 den Ruf eines kritischen und unbestechlichen Radiomachers erarbeitete. Doch noch vor dem Start der Programmreform am 10. April formieren sich die ersten Kritiker (siehe auch Artikel Seite 22).

Falter: Sind Sie ein Revolutionär?

Karl Amon: Ein Revolutionär wäre ich, wenn ich Entdeckungen machen würde, die uns als Menschheit weiterbringen - etwa das Geheimnis des Magnetismus oder der Schwerkraft entschlüsseln. So jemand bin ich nicht. Ich versuche nur, Sendungen zu machen,


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