Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

Geschmacksfreie Glitzerfummel, patscherte Typen in Rüschenblusen und der Glamour des "Seniorenclubs", er ruhe in Frieden. Bei "Dancing Stars" kriegen die Ösis wieder das, wonach sie sich sehnen: Hardcore-Operette. Das funktioniert alleine schon über das Jurypersonal. So durfte sich in der ersten Staffel noch Dagmar Koller als gütige, gut frisierte Tante gebärden, die nur fies gegenüber Frauen gleichen Alters ist. Unvergessen ihr Dauerclinch mit Marika Lichter: "Marika hat vorgemacht, dass man kein Flaumfederl sein muss, um das so zu tanzen!" Danach wurde es mit Harald Serafin noch schräger - sobald der Operettenheini mit seinem Mörbischer-Seefestspiele-Singsang loslegte, war man zwischen irrationaler Sympathie, peinlichem Berührtsein und tiefem Mitgefühl hin-und hergerissen. Nun haben die schlauen Unterhaltungsplaner mit dem stets akurat geföhnten Volksopern-Urgestein Guggi Löwinger eine weitere Jurorin geholt, die wirkt wie gerade dem "Land des Lächelns" entkommen. Und dazu noch Alfons Haider, der immer mehr zu einer Mischung aus Heinz Conrads und Peter Alexander mutiert. Es ist zum Fürchten.


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