Mück in Rot?

Gerald John | Medien | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

ORF Erst versprochen, dann gebrochen: Nach der Sommerrevolution macht sich im ORF Katerstimmung breit. Der Unmut richtet sich gegen Generaldirektor Alexander Wrabetz - und seinen Chefredakteur Karl Amon.

Die Euphorie hat sich verflüchtigt. Ein halbes Jahr ist erst vergangen, seit Alexander Wrabetz die ungeliebte Monika Lindner von der Spitze des ORF verdrängte und nach Jahren des schwarzen Miefs eine bunte Revolution versprach. Doch schon, berichten Redakteure, "weht wieder ein Hauch des alten Regimes" durch die Anstalt. Wie in früheren Zeiten beklagen sich die Mitarbeiter über ihre autoritären Chefs, vorerst noch unter Freunden in der ORF-Kantine oder - unter Zusicherung von Anonymität - gegenüber anderen Journalisten. Einer sagt: "Wir haben nicht dafür gekämpft, dass uns jetzt ein roter Mück vor der Nase sitzt."

Gemeint ist der ehemalige Radiomacher Karl Amon, der das Feindbild Werner Mück als Chefredakteur der politisch umstrittenen Nachrichtensendungen ablöste. Wegen Mücks

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