Filmhistorie im Konjunktiv

Kultur | Joachim Schätz | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

FILM In der Schau "Die verworfene Avantgarde" kann man staunend lernen, was im österreichischen Kino der Siebzigerjahre alles möglich war und woran man hätte anknüpfen können.

Wenn man als junger Kinogänger beginnt, sich hierzulande eine erste Fassung der Filmgeschichte zusammenzutragen, dann machen einige weiße Flecken auf der Landkarte besonders neugierig: In den Sechziger-und Siebzigerjahren, als durch andere Nationalkinematografien von Brasilien bis Deutschland die Neuen Wellen schwappten und im Spielfilm Spielräume öffneten - was ging da eigentlich in Österreich?

Die Terra incognita eines österreichischen Autorenlangfilms der Siebziger, wohin bislang meist nur heimlich tradierte Schleichwege führten, wird nun mit Retrospektiven und Publikationen allgemein zugänglich und historiografisch urbar gemacht. Präsentierte das Österreichische Filmmuseum vor einem Jahr unglaubliche Schätze aus dem Ruvre des Wahlwieners und Realismus-Abenteurers John Cook, so fokussiert das Filmarchiv


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