Mann mit Spieluhr

Kultur | Maya Mckechneay | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

FILM In "Iklimler" ("Jahreszeiten") inszeniert der türkische Regisseur Nuri Bilge Ceylan sich selbst und seine Ehefrau als Liebespaar, das sich trennt.

Eine Frau, ein Mann, steinerne Säulen und ringsum, grillenzirpend, der Sommer. Sie blickt in die Ferne, das dunkle Haar fällt über die Schultern und eine Träne läuft über ihr Gesicht. Irgendwo ein Flügelschlagen, das Bellen eines Hundes. In welcher Zeit befinden wir uns eigentlich? Und welche Geschichte fängt so an?

"Iklimler" ("Jahreszeiten") von Nuri Bilge Ceylan beschreibt eine sehr alte, unzählige Male erzählte Geschichte: die von der großen Liebe, die irgendwann verloren geht. Ebenso gut wie im heutigen Istanbul zwischen einer Fernsehproduzentin und einem Professor für Kunstgeschichte könnte sie immer und überall spielen; Regisseur Ceylan weiß das und fasst das Gesicht von Hauptdarstellerin Ebru Ceylan, die im wirklichen Leben seine Ehefrau ist, in eine Großaufnahme. Erst allmählich schiebt sich die Außenwelt wieder


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