Weinen im Bus

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

MUSIK Am sensiblen Pop von Garish scheiden sich die Geschmäcker. Für ihr neues Album hat die burgenländische Band ihren Sound entschlackt.

Er weine lieber im Taxi als im Bus, soll Marcel Reich-Ranicki einmal gesagt haben. Umgelegt auf das dieser Tage veröffentlichte Album "Parade" der in Wien ansässigen burgenländischen Band Garish müsste es heißen: Das ist Musik für Menschen, die lieber im Bus weinen. Soll heißen: Es darf auch mal etwas sparsamer musiziert werden. Wohlgemerkt: Hier ist es gut so.

Arcade Fire wären ohne Pomp und Grandezza nur ein Schatten ihrer selbst, bei Garish gestaltet es sich genau umgekehrt. Wo ihr letztes Album "Absender auf Achse" (2004) noch mit großem Orchester große Gefühle ein bisschen erzwingen wollte, markiert "Parade" eine neue Bescheidenheit, die dem Balladenpop des Quintetts gut ansteht. Instrumente und Gesang harmonieren weit besser als zuvor, und auch die Betonung des Rhythmus in Songs wie "Sagst du auch nein" oder "Wie wahr" gefällt.

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