Volare, oh, oh


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

KUNST Das Museum moderner Kunst (Mumok) zeigt den französischen Maler Yves Klein (1928-1962) als gewitzten Kreativunternehmer, der die Aura der Kunst im Licht der Massenmedien neu erstrahlen lässt.

Mit 28 Jahren veröffentlicht der Judolehrer Yves Klein in Madrid eine kleine Broschüre, die sein Leben verändern wird. Eigentlich ist es die Karikatur eines Ausstellungskatalogs. Das Vorwort besteht aus horizontalen Linien, die das Druckbild eines Essays imitieren. Ein unbekannter Schriftsteller setzt seinen Namen darunter; er soll der Publikation Autorität verleihen. Auch die zehn Abbildungen des Katalogs "Yves Peintures" ("Yves Gemälde") sind ein Fake. Rechts unten stehen zwar wie in einem richtigen Katalog deren Titel und Jahresangaben. Die in Klammern stehenden Abmessungen erweisen sich aber als diejenigen der eingeklebten, farbigen Papierstücke: Die monochromen Bilder, deren Abbildung sie zu sein vorgeben, gibt es in Wirklichkeit gar nicht. Sehr wohl aber gibt es den, der links unten

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