Radlerrecht

Derfen s' des?

Stadtleben | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

Um das Miteinander im Straßenverkehr zu regeln, gibt es - Regeln. Nicht immer scheint die Straßenverkehrsordnung (StVO) nachvollziehbar, aber Vorschrift ist Vorschrift. Hier ein paar wichtige Rechte und Pflichten.

Was ein Fahrrad haben muss: zwei voneinander unabhängige Bremsen, Glocke oder Hupe, weißes oder hellgelbes (kein grünes blinkendes!) Licht vorne, ein rotes (möglich ist hier ein blinkendes) Rücklicht hinten, sowie Reflektoren an den Speichen und Pedalen. Wer sein Fahrrad schiebt, gilt laut StVO nicht als Radfahrer. Kinder unter zwölf Jahren dürfen nur unter Aufsicht einer Person älter als 16 auf der Straße Rad fahren. Es besteht Radwegbenützungspflicht (Ausnahme: Rennradler im Training, die dürfen auch nebeneinander her fahren). Radeln gegen die Einbahn nur, wenn diese Erlaubnis ausdrücklich beschildert ist. Oder in Wohnstraßen. Vorschlängeln zwischen angehaltenen Fahrzeugen, obwohl "zu wenig Platz" ist, gilt als Verstoß, ist also Auslegungssache.

Was vielen Radlern nicht klar ist: Beschilderungen gelten auch für Radfahrer! Verboten sind: Gehsteig (außer mit Kinderfahrrad oder zum Queren im Zuge der Zufahrt zu einem Fahrradabstellplatz), Gehweg, Autobahn, Autostraße. Wettrennen, freihändig radeln oder sich von einem anderen Fahrzeug ziehen zu lassen, ist ebenfalls nicht erlaubt. Fahrräder sind so abzustellen, dass sie nicht umfallen oder den Verkehr und Fußgänger behindern können.

Bei der Mitnahme von Gepäck ist darauf zu achten, dass weder Sicht noch Bewegungsfreiheit beeinträchtigt werden. "Ungeschützte Sägen oder Sensen, geöffnete Schirme und dergleichen" dürfen am Rad nicht mitgeführt werden. Man muss außerdem beide Ohren, Hände und Beine zum Treten, Bremsen und Lenken frei haben (keine Handys, iPods, Gipsarme oder Einkaufstaschen!). Und übrigens: Für Radler gilt ein Alkohollimit von 0,8 Promille (Auto: 0,5).

C. W.


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