Scotland Yard


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 11/07 vom 14.03.2007

NEUES LOKAL Unglaublich, aber wahr: Es sperren immer noch englische, irische oder schottische Pubs auf. Und noch erstaunlicher: Sie werden besser.

Es gibt nichts Gutes im Schlechten, aber ziemlich viel Schlechtes im Guten. Zum Beispiel, wenn man als das Gute die wohlsituierte Billrothstraße betrachten will und als das Schlechte die Mehrzahl der Lokale, die sich hier befinden - mit einer Kulmination der Hoffnungslosigkeit auf Hausnummer 18. Auch mit dem Lanner Stüberl gleich daneben stand es schon längere Zeit nicht mehr so gut, vor zwei Jahren machte es zu, vorige Woche wurde es neueröffnet - und zwar als schottisches Pub.

Was, fragt man sich, bewegt einen Gastronomen, heute noch ein Pub aufzumachen, eine Lokalkategorie, die dank der zahlreichen Retortenhütten der vergangenen Jahre und Plastikpubs aus dem Katalog ja so was von völlig jenseits ist, dass man's schon gar nicht mehr sagen kann? Nun, zum Beispiel die Tatsache, dass man Schotte ist und den Wunsch verspürt zu beweisen, dass

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