"Muss ich mir Sorgen machen?"

Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

FILM Ein Gespräch mit der Filmemacherin Elisabeth Scharang über ihre liebe Republik, das Unheimliche im Lande und warum sie sich jetzt mit dem Bombenbauer Franz Fuchs statt mit dem mutmaßlichen Serienmörder Jack Unterweger beschäftigt.

Elisabeth Scharang hat einen Tapetenwechsel gebraucht. Zu lange sind die vier Wände ihrer alten Wohnung und das Sofa im Wohnzimmer dieselben geblieben, nur die Männer, die darauf Platz nahmen, haben sich geändert, sagt sie. Deshalb ist Scharang jetzt einmal umgezogen, in einen geräumigen Altbau im Dritten, mit Blick auf den Donaukanal. Auch dafür, dass sie sich seit dem Umzug noch nicht wirklich einrichten konnte, sind irgendwie Männer mitverantwortlich. Männer, mit denen sie sich in ihren Filmen beschäftigt: Gerade hat Scharang eine Dokumentation über Friedrich Zawrel fertiggestellt, der als Kind in der NS-Euthanasieanstalt am Steinhof Opfer des Arztes Heinrich Gross wurde. "Meine liebe Republik" (siehe Kasten) wird auf der Diagonale erstmals


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