"Bemühen reicht nicht"

Kultur | Maria Motter | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

FILM Der Grazer Regisseur Markus Mörth bittet österreichische Filmschaffende zum Einzelgespräch ins Hotelzimmer. Und fordert eine mutigere Filmförderung.

Ein Hotelzimmer, eine Kamera, ein Mikrofon und die Einladung an österreichische Filmschaffende, sich zur Zukunft des Mediums Film zu äußern. Das Konzept von "Die Europa Tapes" ist simpel. Dennoch wollten sich während der Diagonale 06 nicht alle Geladenen dieser künstlichen Situation stellen und ihre Positionen alleine vor der Kamera verhandeln. Der Regisseur des Projekts, Markus Mörth, will seine Gäste bewusst nicht in ein Frage-Antwort-Korsett zwingen. "Andrea Maria Dusl war die Einzige, die den Raum genutzt hat und mit dem Mikro herumspaziert ist", erzählt Mörth. Wer mitgemacht hat, trank meist einmal Kaffee. Wie Götz Spielmann. Nach zehn Minuten klopfte Mörth kurz an die Hotelzimmertür. "Wer ist da? - Ich mache weiter!", lautete die Antwort. Beim Sichten des Bandes sah Mörth Spielmann dann Kaffee trinken, spulte vor.


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