Spielplan

Kultur | Clara Pfaller | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

Jubel im Publikum und ein verschmitzt lachender Peter Konwitschny - so endete die Premiere des "Fliegenden Holländers" in der Grazer Oper (bis 21.4.). Vor allem im zweiten Aufzug, den Konwitschny in ein Fitnessstudio verlegt hat, kommt das Ensemble auf Hochtouren. Die Chor-Mädels strampeln sich statt am Spinnrad am Hometrainer ab und geben einen schlüssigen Rahmen für den Auftritt des Holländers (Robert Hale) ab, dem man unbedingt abnimmt, dass er seit Jahrhunderten auf den Weltmeeren segelt - ohne dass sein Gesang darunter gelitten hätte. Sein Begehr, Christiane Libor als Senta, ist der Stern des Abends. Auch die anderen Solisten, die - mit Ausnahme von Fran Lubahn als Mary - nicht dem Ensemble angehören, machen viel Freude. Bernd Hofmann (Daland), Edward Randall (Erik) und Marlin Miller (Steuermann) werden vom Orchester gut durch den Abend getragen, wenn auch gelegentlich übertönt. Insgesamt ein wirklich cooler Wagner. Empfehlung!


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