The Sound of Politics

Extra | Nicole Streitler | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

IN KÄRNTEN Kevin Vennemann bestätigt mit "Mara Kogoj" seine literarische Ausnahmestellung - allerdings mit Abstrichen.

Kevin Vennemann hat ein seltsames Buch geschrieben. Ein Buch aus fiction und facts, aus history und politics, das sich in die nun doch schon seit einiger Zeit schwelende Diskussion über die slowenischen Ortstafeln in Kärnten fügt und damit zunächst von extremer Brisanz scheint. Allerdings wird diese Diskussion nur gestreift, wie viele andere auch: etwa die Proteste gegen die Wehrmachtsausstellung, der Anschlag von Oberwart und generell die Minderheitenfrage.

Im Zentrum des Buches steht ein Interview von zwei Kärntner Slowenen, Mara Kogoj und Tone Lebonja, mit einem gewissen Heinrich Pflügler, dem Sohn eines SS-Offiziers, der an dem Massaker an slowenischen Partisanen auf dem sogenannten PersÇmanhof in Kärnten zu Kriegsende maßgeblich beteiligt gewesen sein soll.

Wie schon in seinem vielerorts hymnisch besprochenen Erstling "Nahe Jedenew" (2005) stellt Vennemann


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