Verschwörung der Mysterianer

Extra | Robert Czepel | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

BEWUSSTSEIN In kaum einem anderen Fachgebiet wird so schön gestritten wie in der Philosophie. Neuester Beleg: zwei Bücher über den menschlichen Geist.

Daniel Dennett ist ein Mann, den man besser nicht reizen sollte. Dem an der Tufts University in den USA lehrenden Philosophen platzt nämlich ziemlich schnell der Kragen, wenn er mit Auffassungen konfrontiert wird, die den seinen zuwiderlaufen. So geschehen im Jahr 1997, als John Searle Dennetts Theorie des menschlichen Bewusstseins im New York Review of Books kritisierte. Dennett tue so, als bestünde kein prinzipieller Unterschied zwischen einem künstlichen neuronalen Netz und einem Gehirn, das eine bunte Welt von Empfindungen hervorbringt. Mehr noch: Searle warf Dennett vor, die Existenz von Bewusstsein und subjektiven Empfindungen schlichtweg zu leugnen. Und das sei, schrieb Searle, eine "intellektuelle Pathologie".

Dennetts Replik fiel gepfeffert aus. Unter anderem enthielt sie den Hinweis, dass Searle gar nicht qualifiziert sei, hier


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