Vor und nach 1945

Extra | Martin Droschke | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

NS 724 Seiten sind zu wenig. Ernst Klees "Kulturlexikon zum Dritten Reich" hat für 4000 Künstler jeweils nur wenige Zeilen.

Das von Adolf Hitler auf tausend Jahre angelegte Dritte Reich währte bekanntlich gerade einmal zwölf - ein vergleichsweise kurzer Abschnitt in den Biografien der Parteigänger und Mitläufer. Vor vier Jahren erregte Ernst Klee mit einem Lexikon Aufsehen, das die Nachkriegskarrieren der wichtigsten NS-Persönlichkeiten auflistete. Als Fortsetzung dieses Handbuchs zur Kontinuität brauner Lebenswege hat der Theologe, Filmemacher und Publizist nun die Biografien von rund 4000 Künstlern recherchiert.

"Wer war was vor und nach 1945" lautet der Untertitel des Buchs, das trotz aller Akribie und Umsicht dazu verurteilt ist, niemanden wirklich zufriedenstellen zu können.

Schuld ist die Entscheidung, den Umfang auf 724 Seiten zu beschränken, um den Ladenpreis an der Schmerzgrenze von dreißig Euro zu halten. Die Rücksicht auf den Geldbeutel hat gravierende Abstriche nötig


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige