Digitale Verdummung?

Extra | Frank Hartmann | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

MEDIEN Umberto Eco graut vor den Deformationen der modernen Mediengesellschaft. David Pfeifer glaubt, dass uns die neuen Medien klüger machen.

Anlässlich seines jüngst begangenen 75. Geburtstages attestierte das Feuilleton Umberto Eco eine ganz besondere Fähigkeit: nach "Zeichen" zu suchen und diese zu "deuten". Eco gilt wissenschaftlich als "Semiotiker" und hat als solcher eher kryptische Bücher verfasst, die wohl klug und gelehrt gewesen sein mögen, im wissenschaftlichen Diskurs jedoch kaum Resonanz fanden. Dafür gab es dann ja die opulenten Romane, und zwischendurch immer wieder Kolumnen in Magazinen wie L'Espresso oder Kommentare in Zeitungen wie La Repubblica.

Die liegen nun in Buchform vor: "Im Krebsgang voran". Eco beherrscht den unterhaltsamen Ton, hat ein Gespür für relevante Themen und den diagnostischen Finger am Puls der Zeit. Er führt einer verbiesterten Linken, der Erstarrung in hohlen Gesten der Political Correctness droht, gern vor, wie sich in bester aufklärerischer


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