Ist Brüssel EU-reif?

Politik | Christine Von Khol | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

KOMMENTAR II In den ehemals kommunistischen Ländern verhält sich die EU wie ein Kolonialherr mit feudalistischer Tradition.

Fünfzig Jahre sind natürlich kein Alter für ein Projekt, das sich vorgenommen hat, einen alten Kontinent in ein Paradies des Friedens, der Menschenwürde, der Gerechtigkeit, des Wachstums zu verwandeln. Eine Vision wurde auf den Weg der Realisierung gebracht. Heute stellt sich die Frage: Ist der eingeschlagene Weg der richtige?

Die EU sieht sich als der große Lehrmeister in Themen wie Demokratieentwicklung, Wahrung der Menschen-und Minderheitenrechte, Justiz überhaupt, in Bekämpfung von Korruption, der Stärkung staatlicher Strukturen und Ähnlichem mehr. Nachhilfestunden wurden ausgiebig erteilt, einschlägige Materialien tonnenweise an die ehemals kommunistischen Staaten auch in Südosteuropa geliefert. Die EU-Mitgliedschaft war das allgemein angestrebte Ziel - und Brüssel verstand es, die Wurst manchmal niedriger, dann wieder höher schweben zu lassen.

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