Hoffnung oder Angst?

Politik | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

DEBATTE Föten bei Verdacht auf Behinderung bis kurz vor der Geburt abzutreiben, ist falsch. Die Gesellschaft darf Schwangere nicht zwingen, behinderte Kinder auszutragen. So lauten die bisher artikulierten Gegensätze. Hier melden sich weitere Experten zu Wort.

Die kalkulierbare Hoffnung

Eine schwangere Frau war traditionell immer "guter Hoffnung". Damit war die stärkende Hoffnung gemeint, die mit Vertrauen auf die Geburt eines gesunden Kindes gerichtet war. Seitdem die Pränataldiagnostik (PND) Anfang der Achtzigerjahre in der Medizin Einzug gehalten hat, wird Schwangerschaft vor allem als Risiko wahrgenommen. Mit PND hat die Medizin die alte Hoffnung kalkulierbarer gemacht. Ultraschall, Fruchtwasserpunktion und Organscreening versprechen nie da gewesene Einblicke. Informationen, die schwerwiegende Entscheidungen möglich, aber auch nötig machen.

Der gesetzliche Rahmen erlaubt Frauen einen Schwangerschaftsabbruch auch nach der für die Fristenlösung entscheidenden zwölften Schwangerschaftswoche,

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