Kommentar

Kunstkritik: This Is Hardcore

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

Vor einigen Jahren führte der Schweizer Galerist Ernst Beyeler eine Gruppe österreichischer Kulturjournalisten durch sein neues, von Renzo Piano entworfenes Gebäude in Riehen in der Nähe von Basel. Nach einer langen Reihe von Meisterwerken der Moderne, fragte Henriette Horny, die Kunstkritikerin des Kurier, den Sammler, warum denn unter etwa vierzig Künstlern von Edgar Degas bis Pablo Picasso keine einzige Frau vertreten sei. Die Antwort Beyelers war nicht gerade von zwingender Logik. Es würden zwar keine Bilder von Künstlerinnen ausgestellt, "aber sie sind doch auf den Bildern vertreten".

So zahlreich sind offensichtlich Frauen in Beyelers Sammlung vertreten, dass er gleich eine zweiteilige Ausstellung darüber machen wollte: "Eros I" und "Eros II". Der zweite Teil entstand in Zusammenarbeit mit dem Wiener BA-CA Kunstforum und wird dort unter dem Titel "Eros und die Kunst der Moderne" noch bis Ende Juli gezeigt. Vor lauter Weibsbildern ist den Ausstellungsmachern und-macherinnen


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