Römisches Dorf

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

THEATER Shakespeare-Zyklus, dritte Folge: Falk Richter inszeniert im Burgtheater "Julius Caesar". Leider weiß er nicht, warum.

Der auf zwölf Teile angelegte Shakespeare-Zyklus des Burgtheaters ist erst drei Stücke alt, und schon machen sich Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Nach Jan Bosses hemmungslos heiterer Inszenierung von "Viel Lärm um nichts" und Theu Boermans' witzlos dekonstruiertem "Sommernachtstraum" stellte Falk Richter nun einen trostlos uninspirierten "Julius Caesar" auf die Bühne.

Das Römerdrama wird selten gespielt, weil es sich um ziemlich trockenen Stoff handelt. Die Handlung ist aus dem Geschichte-oder Lateinunterricht bekannt: Bevor der erfolgreiche Feldherr Julius Caesar zum Kaiser ernannt werden kann, wird er von Verschwörern ermordet, die die Demokratie retten wollen; das nach Caesars Tod entstandene Machtvakuum wird dann allerdings von einem Triumvirat (Marc Anton, Octavian, Lepidus) gefüllt, das sowohl politisch als auch militärisch geschickter und brutaler

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