Wo ist der Hintergrund?

Kultur | Michael Pekler | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

FILM Stefan Ruzowitzky erzählt in "Die Fälscher" eine unterhaltsame Geschichte aus dem KZ Sachsenhausen, Mirjam Unger berichtet in "Vienna's Lost Daughters" von Vergangenheit und Gegenwart Wiener Exilantinnen.

Weil sie brav gearbeitet haben, gibt es zur Belohnung eine Tischtennisplatte zum Pingpongspielen. Das ist im KZ Sachsenhausen keine Selbstverständlichkeit, genauso wenig wie die mit weißen Leintüchern überzogenen Betten, Operettenmusik, die saubere Kleidung und ausreichendes Essen. Die Freude über diese besondere Art der Gratifikation hält sich jedoch in Grenzen, zum Spielen ist den Gefangenen irgendwie nicht zumute, müssen sie doch beinahe rund um die Uhr Pfund-und Dollarnoten fälschen. Hitlers Kampf tobt auch auf dem Devisenmarkt.

"Die Fälscher" heißt Stefan Ruzowitzkys jüngster Film, basierend auf den Erinnerungen des jüdischen Häftlings Adolf Burger (dargestellt von August Diehl), der als gelernter Drucker dem sogenannten "Unternehmen Bernhard" angehörte - und bei


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige