Der Teufel Leidenschaft

Gerhard Stöger | Kultur | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

MUSIK Das junge Wiener Plattenlabel Konkord setzt auf eigensinnigen Randgruppenpop aus lokaler Fertigung.

Wer dieser Tage ein Plattenlabel gründet und zum Einstand gleich ein halbes Dutzend CDs veröffentlicht, ist entweder noch sehr jung und unbedarft, oder er hat gerade geerbt. Auf das Betreiberquartett hinter Konkord trifft weder das eine noch das andere zu. Wolfgang Reitter, Roman Mesicek, Matthias Kastner und Joachim Schnaitter sind Mitte dreißig, üben ganz reguläre Berufe aus und erwecken - abseits ihrer gemeinsamen Musikleidenschaft - auch sonst nicht den Eindruck, totale Freaks zu sein. Trotzdem blicken die einstigen Organisatoren der Partyreihe Consum ein halbes Jahr nach Erscheinen der ersten Konkord-CD bereits auf eine ganze Reihe an Veröffentlichungen zurück. Durchwegs hochwertig gemacht, sind diese obendrein auch noch stilistisch ganz unterschiedlich ausgefallen.

Paul Divjaks Ambient-Konzeptalbum "Rauschgold" steht da neben dem aufgeweckten Psychedelicpop von Graceland

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