Vergessene Ewigkeit

Martina Stemmer | Stadtleben | aus FALTER 12/07 vom 21.03.2007

Gedenken Tina Walzer erforscht seit Jahren den Währinger Friedhof, außer ihr kümmerte sich kaum jemand um ihn. Das soll sich jetzt ändern.

Einen Arbeitstag ohne Gummistiefel und Heckenschere kann sie sich gar nicht mehr vorstellen. Täglich kämpft sich Tina Walzer durchs Dickicht, stutzt Sträucher zusammen und räumt tote Äste weg. "Am Wochenende hilft mir meine Familie oft, sonst würde ich noch langsamer vorankommen", sagt die Historikerin, die vom Zukunftsfonds der Republik für die Inventarisierung sämtlicher Grabsteine des komplett verwilderten jüdischen Friedhofs Währing bezahlt wird. Zu ein paar hundert Gedenktafeln hat sie sich in den letzten Monaten einen Weg gebahnt, dass sie bis zum Herbst, wenn die Finanzierung des Projekts ausläuft, alle 8000 von ihnen aus der Nähe betrachtet und deren Besonderheiten dokumentiert hat, kann sie sich nicht vorstellen. "Das geht sich nie aus. Ich bräuchte Hilfe von jemandem, der richtig zupacken kann."

Außer der engagierten Geisteswissenschaftlerin

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