Standpunkt

Tarnen & Täuschen

Politik | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

Vor ein paar Tagen war der Abfangjägerkontrakt für ihn "leider nicht" mehr "aufschnürbar", nun erklärt er den "Totalausstieg" aus dem Eurofighter-Vertrag plötzlich wieder zur "Priorität Nummer eins". Also was jetzt? Um es den Kampfjet-überdrüssigen Österreichern recht zu machen, steuert der rote Verteidigungsminister seit Amtsantritt einen Schlingerkurs. Und obwohl die ersten EADS-Flieger demnächst zur Landung ansetzen, bekommt das Wahlvolk von Norbert Darabos und seinen Genossen bodenständige Politik serviert. Mal müssen die fehlenden Softwarelizenzen als Grund für ein mögliches Storno herhalten, dann werden wieder die von der Schweiz angemieteten F5-Jets als günstigere Wunderwaffe gepriesen. Doch bisher genügte stets ein einfacher Gegencheck jenseits der Grenzen, dass sich die neuen Hoffnungen in Luft auflösten: Ja, das US-Verteidigungsministerium schaut eh darauf, dass die Lizenzen für den ordentlichen Betrieb rasch ausgestellt werden. Und nein, das Eidgenössische Department für Verteidigung denkt nicht im Traum daran, uns seine "Tiger" länger für die Luftraumüberwachung zu überlassen, weil es die Maschinen selbst benötigt. Wozu all diese Täuschungsmanöver? Darabos hat die 18 Trümmer nicht bestellt, sondern die ÖVP und ihr oranges Anhängsel. Ergo sollte seine Devise bloß lauten: Rabatt aushandeln statt rumeiern. N. W.


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