Ein Wolf, kein Lamperl

Politik | Matthias G. Bernold | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

ROTLICHT Wer die Korruptionsvorwürfe gegen Wiener Kriminalbeamte beurteilen will, muss das Rotlichtmilieu verstehen. Und wer dieses kennen will, kommt an Harald Hauke nicht vorbei. Tauchgang in die Gedankenwelt eines Ex-Gürtelkönigs auf Rachefeldzug.

Unvermittelt knöpft er die Hose auf und lässt sie herunter. Vom linken Oberschenkel blecken vier tätowierte Spielkarten-Asse: "Also, wie erklärst du dir das? Sie bläst mir zehn Minuten lang einen und weiß dann nicht mehr, auf welchem Schenkel ich die Karten hab. Sie sagt, sie musste nachher in der Hundestellung auf der Rückbank von dem Mercedes Coupé hocken, ich soll ihn ihr hinten reingesteckt und dabei auf ihren Popsch ghaut haben. Jetzt sag mir einmal, wie das gehen soll, wo in dem Auto überhaupt kein Platz ist?"

Wir befinden uns in der eleganten Innenstadtkanzlei von Rechtsanwalt Lutz Hötzl nahe dem Stubentor. Harald Hauke, Unterweltboss und Hötzls Mandant, der vor kurzem aus der Haft entlassen wurde, demonstriert gerade, wieso


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