Glück der reichen Geburt

Politik | Gerald John | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

STEUERN 304 Ökonomen versuchen das Unmögliche: Sie kämpfen für die Rettung der Erbschaftssteuer. Mit guten Argumenten.

Sie hätten auch einen höheren Benzinpreis fordern können. Die Abschaffung von Urlaubs-und Weihnachtsgeld. Oder die Streichung sämtlicher Feiertage. Viel unpopulärer wären diese Ideen auch nicht, als das, was nun eine aus Wissenschaftlern zusammengewürfelte Pressure-Group vorhat: 304 Ökonomen wollen die Erbschaftssteuer retten. Viele Verbündete haben sie dabei nicht.

Anfang März hob der Verfassungsgerichtshof die Erbschaftssteuer auf, weil sie verschiedene Arten von Vermögen ungleich behandelt - und tat damit einer Hälfte der Regierung einen großen Gefallen. Die ÖVP trommelt seit Monaten für die Abschaffung der Abgabe, weil diese angeblich "fast nur die einfachen Leute und den Mittelstand" treffe. Anfangs sträubte sich der Koalitionspartner SPÖ noch, doch dann knickte die Kanzlerpartei ein. Obwohl die Höchstrichter keine generellen Bedenken gegen die


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