Traumatisierte Asylwerber

Nur ein Schwindler?

Politik | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

Gleich drei Gutachten - ein psychiatrisches, ein psychotherapeutisches und ein Attest eines Nuklearmediziners - belegen, dass der Asylwerber Z. aus Sierra Leone in seiner Heimat gefoltert wurde und schwer traumatisiert ist.

Trotzdem sitzt Z. in Schubhaft. Richterin Alexandra Schefler-König vom Unabhängigen Bundesasylsenat (Ubas) reichten diese Beweise nicht. Sie fand, der Asylwerber sei unglaubwürdig. "Mein Patient kam acht Monate hindurch zu mir und besuchte parallel auch eine Psychotherapeutin. Er wurde mit Psychopharmaka behandelt und zeigte alle typischen Symptome. So etwas kann niemand über so einen langen Zeitraum vorspielen", kritisiert der Psychiater und Neurologe Sama Maani. Z. hat laut seinem Psychiater guten Grund, traumatisiert zu sein. Der 21-Jährige musste "während des Bürgerkriegs in Sierra Leone miterleben, wie seine Mutter vergewaltigt wurde und kurz darauf starb. Später wurde er selbst inhaftiert und während der Haft gefoltert", schreibt Arzt Maani in einem Beschwerdebrief

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