"Der helle Wahnsinn"

Politik | Elisabeth Scharang | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

RAF I Vor dreißig Jahren erreichte der Terror der Roten Armee Fraktion den Höhepunkt. Die Publizistin Bettina Röhl, Tochter der Attentäterin Ulrike Meinhof, erzählt über die Erinnerungen an die Mutter, die Schizophrenie der Revolutionäre und den Versuch der RAF, sie in ein Palästinenserlager zu verschleppen.

Die Nachricht kam unerwartet: Nachdem die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, Insassin des Hochsicherheitstrakts im Gefängnis Stuttgart-Stammheim, zwei Jahre lang jeden Kontakt zu ihren beiden Töchtern abgelehnt hatte, lässt sie im Frühjahr 1976 ihrem Exehemann Klaus Röhl, dem damaligen Herausgeber der Zeitschrift konkret, über ihren Anwalt mitteilen, dass sie die Kinder sehen möchte. Eine der beiden Töchter, die 14-jährige Bettina Röhl, ist damals Hals über Kopf verliebt. Sie verschiebt den Besuch bei der Mutter im Gefängnis für den ersten Kuss, den sie auf einer Party an jenem vermeintlichen Wochenende zu erleben hofft. Am 9. Mai 1976 begeht Ulrike Meinhof Selbstmord,


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