RAF-Geschichte

30 Jahre Terror

Politik | Gerald John | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

Seit vergangenem Sonntagmorgen ist sie frei: Nach über 24 Jahren Haft verließ Brigitte Mohnhaupt das Gefängnis im bayrischen Aichach. Die heute 57-Jährige war einst einer der führenden Köpfe der linksextremen Roten Armee Fraktion, auf deren Konto mehr als dreißig Morde, zahlreiche Banküberfälle und Anschläge gehen. Nicht nur wegen Mohnhaupts Entlassung auf Bewährung rückt die RAF dieser Tage wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Ausstellungen und Veranstaltungen erinnern an den Höhepunkt der Terrorwelle, die vor dreißig Jahren über Deutschland schwappte.

Die RAF, eine jener radikalen Splittergruppen, die aus der breiten 68er-Bewegung hervorging, verstand sich als Stadtguerilla, die mit Waffengewalt gegen den US-Imperialismus und für die kommunistische Weltrevolution kämpfen wollte. Vier Jahre lang lancierte die kleine, aber effektive Gruppe eine Reihe von Anschlägen, ehe der Polizei ein großer Gegenschlag gelang: Ab Sommer 1972 saß die erste RAF-Generation um Andreas


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