Generation ohne Glotze

Im deutschsprachigen Raum rüsten sich mittlerweile auch einige Sender. Bis zum 1. September will das Zweite Deutsche Fernsehen die Hälfte seines Programms in seiner "Mediathek" anbieten. "Wir gehen nicht davon aus, dass das lineare Fernsehen durch Abruffernsehen ersetzt wird", meint Sprecher Walter Kehr. "Aber wir sehen, dass das zeitsouveräne Fernsehen bei den Jungen viel stärker genutzt wird als vor drei Jahren gedacht." Fünf Millionen Videoabrufe verzeichne man im Monat - allein eine halbe Million Mal wegen der Telenovela "Wege zum Glück".

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

INTERNET-TV Von "CSI" bis zu "Mitten im Achten" - immer mehr Sender bieten Videos im Internet an. Während die BBC vom Jahrzehnt des Abruffernsehens spricht, umklammert der ORF den guten alten Fernseher. Aber ist der noch zu retten?

Bei der BBC schrillten im Vorjahr die Alarmglocken: In nur fünf Jahren hatten die fünf größten terrestrischen Sender zwanzig Prozent an Quote bei den 16-bis 24-jährigen Briten verloren. Diese Altersgruppe verbringt nun gleich viel Zeit im Netz wie vor der Glotze. Als "Warnsignal" begriff Ashley Highfield, Direktor für neue Medien bei der BBC, diese Entwicklung. Heuer geht die Rundfunkanstalt in die Offensive: Mit dem iPlayer, einem eigens entwickelten Programm, sollen britische Gebührenzahler künftig alle aktuellen BBC-Sendungen eine Woche lang auf ihren PC laden können, um diese in den nächsten dreißig Tagen so oft sehen zu können, wie sie wollen. "Der iPlayer soll heuer im Vereinigten Königreich starten. Dann arbeiten wir an einer kommerziellen


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