Fernsehen

Medien | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

Schon wieder eine neue Serie im Fernsehen. Christian Ulmen ist "Dr. Psycho" (Mo, 21.20 Uhr, Pro7) und analysiert als Polizeipsychologe Max Munzl im grauen Schnürlsamtanzug vorerst die überraschend rabiaten Polizeikollegen, die ihn (nicht nur deswegen) ziemlich hassen. Munzl löst organisierte Verbrechen und Geiselnahmen mit einem provisorischen Polizeiausweis (aus), seine Gattin ist abgehauen, sein Hund heißt Freud. Ganz schön viel Analyse für eine Comedy-Serie. Ganz schön wenig lustig auch. Dabei haben wir uns doch so auf Herrn Ulmen gefreut, der als "Mein neuer Freund" sehr komisch war, vorher, bei MTV sowieso. Und der spätestens seit der Sven-Regener-Verfilmung von "Herr Lehmann" auch als ernstzunehmender Schauspieler gilt. Bei "Dr. Psycho" ist Ulmen gar nicht das Problem, vielmehr die anderen Darsteller, offenbar allesamt aus den Overacting-Studios entlaufen. Macht aber nix, freuen wir uns halt weiterhin über eine wirklich gute Komödienserie aus Deutschland: "Stromberg" (Mo, 22.50 Uhr, Pro7) ist gerade in die dritte Staffel gegangen. Großartig. Vor allem wegen des "underacting".


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