Kommentar

Wer wird Platzhirsch im Augarten?

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

Die Beteuerungen in den Büros diverser Politiker klingen ebenso gelangweilt wie erleichtert: "Wir sind nicht wirklich zuständig, fragen Sie doch …" So kommt es, dass man im Kulturamt aufs Büro des Bürgermeisters verwiesen und dort dann wieder gebeten wird, sich doch an den Kulturstadtrat zu wenden. Im Büro der Kunstministerin wiederum, wohin der nicht ganz unmaßgebliche Bundesdenkmalschutz ressortiert, wird beteuert, die Ministerin werde ganz sicher nicht über den Denkmalschutz Politik betreiben; verantwortlich sei die Burghauptmannschaft, ansonsten handle es sich bei dem Konzertsaal der Sängerknaben, dem nun das Projekt "Filmkulturzentrum" Konkurrenz machen will, um "ein völlig privates Projekt auf einer von der Stadt Wien gewidmeten Fläche". Puh, Glück gehabt - unzuständiger geht's schon fast nicht mehr!

Wenn es um den Kulturkampf geht, der um die Nutzung und Neudefinition des Augartens entbrannt ist (siehe S. 56ff.), dann gehen bürokratische Korrektheit und sanfte, nur


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