Ein Diamant im Augarten

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

STADTPLANUNG Der Südostzipfel des Augartens inmitten der Leopoldstadt ist heiß umfehdet: Die Wiener Sängerknaben und das Filmarchiv Austria tragen mit ungleichen Waffen einen Kulturkampf aus, der längst entschieden scheint.

Der Augarten ist fraglos einer der schönsten Parks Wiens. Kein Wunder also, dass er Menschen, denen er am Herzen liegt, zu nachgerade poetischen Äußerungen animiert. "Der Augarten ist das Grün für die Leute, die keinen eigenen Garten haben", erklärt etwa Erwin Pönitz, Raumplaner und Obmann des seit über fünf Jahren bestehenden Vereins Freunde des Augartens, der sich "Schutz und Bewahrung des Augartens in seiner jetzigen Form als Bürgerpark" auf seine Fahnen geschrieben hat. "Es wäre schön, wenn Leute aus dem zwanzigsten und zweiten Bezirk ihren Arbeitstag mit einem Spaziergang durch den Augarten beginnen oder beschließen könnten."

Dieser dämmerungsrosafarbenen Vision von friedlich durch den Park flutenden Werktätigen steht die geplante Errichtung eines


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