Augarten-Flakturm

Software im Nazi-Safe


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

Die beiden Augarten-Flaktürme sind Mahnmale des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges, auch wenn kein Schild auf die Geschichte der von Zwangsarbeitern ab 1944 errichteten Gebäude aufmerksam macht. Besonders eindrucksvoll wirkte der durch eine Explosion beschädigte Gefechtsturm. Vergangenen Sommer begann die Teilsanierung dieses raren Zeugnisses größenwahnsinniger NS-Architektur, das nach dem Krieg mit Marmor verkleidet und zum Symbol des triumphalen Endsiegs hätte werden sollen. Zwei der Geschützflächen am Dach wurden vollständig bzw. teilweise abgetragen, weil sie nach unten zu stürzen drohten. Die "Ohrwaschln" genannten Plattformen hatten sich gesenkt, nachdem im Inneren eine Decke eingestürzt war.

Das Vorgehen der von der Burghauptmannschaft mit den Arbeiten beauftragten Firma Prajo wird von der Architektin Ute Bauer mit Argusaugen verfolgt. Ihrer Einschätzung nach sind die Sicherungsmaßnahmen nur ein Vorwand, um das Gebäude kommerziell verwerten zu können. Die Firma

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