Schrei im Spitz

Kultur | Jan Tabor | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

ARCHITEKTUR Die Sängerknaben und das Filmarchiv Austria rangeln sich im Augarten um eine Bauparzelle. Das beste Projekt wird wohl nicht gebaut.

Am Augartenspitz spitzt sich die Lage vielfältig zu - lokalpatriotisch, parteipolitisch, anrainerparteiisch, nachbarschaftlich, verkehrsplanerisch, stadtbildmäßig, denkmalpflegerisch, architektonisch und gestaltpsychologisch sowie kulturphilosophisch im Sinn von nomen est omen versus genius loci. Der Anlass für die mannigfaltige Zuspitzung ist eine verhältnismäßig kleine Parzelle von 1266 Quadratmetern am Rand des Augartens und ein verhältnismäßig klein geratener Entwurf für die Bebauung.

Was den formalen Aspekt der Architektur betrifft, die nun auch eine wenig bekannte Architektengruppe namens archipel architektur + kommunikation in den Mittelpunkt des kommunalpolitischen Interesses rückt, sind wir mit einem Häufchen aus spitz zugeschnittenen, mehrfach gebrochenen und gefalteten drei-und viereckigen Flächen konfrontiert. Keineswegs

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