Alltag in Nahaufnahme

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

LITERATUR Ingo Schulzes Prosaband "Handy" wurde auf der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet: Eine starke Stimme meldet sich zurück.

Nun hat also doch ein lebender Autor den Preis der Leipziger Buchmesse bekommen. Neben Ingo Schulze, Wilhelm Genazino, Wolfgang Schlüter und Antje Rávic Strubel hatte die Jury bizarrerweise auch den 1976 verstorbenen DDR-Autor Werner Bräunig mit seinem Roman "Rummelplatz" auf die Liste der Nominierten gesetzt. Ingo Schulze, dessen Wenderoman "Neue Leben" beim Rennen um den Deutschen Buchpreis im letzten Jahr leer ausging, kann das Preisgeld von 15.000 Euro bestimmt sinnvoller verwenden.

Schulze wurde 1962 in Dresden geboren und war Dramaturg, Journalist und nach dem Mauerfall Herausgeber eines Anzeigenblattes, ehe er Mitte der Neunziger auf Schriftsteller umsattelte. Der Roman "Simple Storys" und die Petersburger Erzählungen "33 Augenblicke des Glücks" machten ihn aus dem Stand zu einem der wichtigsten Autoren in Deutschland. Danach stockte die Produktion.


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