Ohren auf!

Waidwund schön

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 13/07 vom 28.03.2007

Es gibt Platten, die sollten einen Warnhinweis tragen. "Das Hören dieser Musik könnte bei mangelnder emotionaler Stabilität zum Sprung aus dem Fenster führen", wäre etwa bei "Drums and Guns" (Sub Pop/Trost), dem neuen Album des US-Trios Low, nicht wirklich übertrieben. "All soldiers/ They're all gonna die/And all the little babies/They're all gonna die", lauten die gequält intonierten ersten Zeilen dieses aufwühlenden Werks, und wirklich viel positiver kommen auch die restlichen zwölf Songs nicht daher. Die zugehörige Musik kombiniert bisweilen fast bis zum Stillstand verlangsamten Indie-Folk mit stimmungsvoll eingesetzten elektronischen Elementen, fallweise erlauben sich Low aber auch ein selbstvergessenes Tänzeln ("Hatchet", "Take Your Time"). In seinem zweistimmigen Gesang pflegt das Bandehepaar Alan Sparhawk und Mimi Parker dabei nicht nur einmal die hohe Kunst der gänsehauterzeugenden Dissonanz. Vom Produzenten Dave Fridmann (Flaming Lips) perfekt in Szene gesetzt, ist


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